Die rechte Partei „Alternative für Deutschland“ zieht nach der Bundestagswahl mit 12,6 % der Stimmen erstmals in den Bundestag ein. Die Hauptattraktion der Partei ist der Widerstand gegen Angela Merkels offene Politik gegenüber Migranten.

Die AfD hat Recherchen zufolge viele Stimmen von den Sozialdemokraten und von der Merkel-Partei abgenommen. Populisten und Radikale belegten bei den Wahlen in Deutschland den dritten Platz, daher veröffentlichte die DeutscheWelle die interessantesten Fakten zur „Alternative für Deutschland“.

Die jüngste Anti-EU-Partei wurde Anti-Einwanderung

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Alternative für Deutschland ist eine konservative politische Partei von Euroskeptikern in Deutschland. Obwohl die Geschichte der ältesten Partei Deutschlands 132 Jahre alt ist und alle anderen vor mehr als zehn Jahren gegründet wurden, trat die AfD 2013 auf. Sie wurde am 6. Februar aus Protest gegen die Zuteilung von Hilfsgütern zur Rettung der griechischen Wirtschaft gegründet.

Die Partei lehnt die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel vollständig ab und will alle abschieben, deren Anträge auf Aufenthalt in Deutschland abgelehnt werden. Unabhängig davon, ob die Länder, in die die Abgeschobenen geschickt werden, sicher sind oder nicht. Alternative für Deutschland will EU-Grenzen versiegeln und Identitätskontrollen entlang der deutschen Staatsgrenzen einrichten.

Führungsschlachten

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Wenige Tage nach der Bundestagswahl (26. September) gab die Parteivorsitzende Frauke Petri ihren Austritt aus der AfD bekannt. Sie berichtete von einem heftigen parteiinternen Kampf und verließ die Reihen der Partei.

Die Höhen und Tiefen des Wählerkredits

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Mit mehr als 20 Prozent der Stimmen bei den Landtagswahlen 2016 konnte die AfD ihre Position nicht stärken. Das Vertrauen der Wähler ist 2017 gesunken. Bei Wahlen in Nordrhein-Westfalen erhielt die Partei weniger als 10 Prozent der Stimmen. Das mag aber daran liegen, dass die Wahlen in Westdeutschland stattfanden und nicht im ehemaligen kommunistischen Osten, wo die Partei ihre wichtigsten Hochburgen hat.

Bei den Bundestagswahlen am 24. September wurde die Partei Alternative für Deutschland zur drittstärksten Kraft in der Politik des Landes.

„Richtiger“ Populismus oder Neonazismus?

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Die Grafik zeigt die Ergebnisse der AfD-Wahlen von 2013 bis 2017 in Deutschland.

Offiziell setzt sich die Partei für die Demokratie im Land, die Gewaltenteilung und den Rechtsstaat ein. Doch vier Jahre lang warfen Kritiker einzelnen Parteimitgliedern vor, neonazistische Ideen und Fremdenfeindlichkeit zu fördern.

Dies liegt daran, dass die „Alternative für Deutschland“ die Hilfeleistungen des Landes für die armen Länder Südeuropas ebenso ablehnt wie eine Verschärfung der Migrationspolitik.

Familie und PEGIDA

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Alternative für Deutschland versteht sich als Verfechter des traditionellen Kernfamilienmodells. Zudem hat die Partei immer wieder ihre anti-islamische Ausrichtung betont. Die Gesellschaft zieht ständig Analogien zu PEGIDA (der deutschen Bewegung gegen die „Islamisierung Europas“ und die Einwanderungspolitik der Regierung). Die AfD war dieser Bewegung jedoch immer skeptisch gegenüber. 2016 wollten sie per Dekret Parteimitgliedern das Erscheinen bei PEGIDA-Veranstaltungen untersagen, doch das Angebot wurde abgelehnt.

Top 5 Fakten über die Alternative für Deutschland Party

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